Tier und Artenschutz
Die Elefanten Afrikas stehen unmittelbar vor der Ausrottung. 1979 wurden noch 1.3 Millionen Elefanten auf dem afrikanischen Kontinent gezählt, knapp 30 Jahre später, 2007 waren es nur noch 500’000. Seither hat die Elefantenwilderei in Folge stetig steigender Nachfrage nach Elfenbein im asiatischen Raum massiv zugenommen. In der DR Kongo wurde der Bestand der Elefanten in den letzten Jahren um 90% dezimiert! Im Virunga National Park sind von ehemals 3’600 Elefanten gerade noch 200 übrig und das Töten geht weiter. Um die Elefanten künftig wirksamer zu schützen werden Spezial-Rangerstaffeln die Herden begleiten und rund um die Uhr beschützen. Das Problem bei den Elefanten ist, dass sie wandern und immer wieder schwer aufzufinden sind. Jetzt sollen die Matriarchinnen der bekannten Herden mit einem GPS-Halsband versehen werden, welches über ein gegen Missbrauch gesichertes System ermöglicht, die jeweilige Position der Herden sicher zu bestimmen und somit die Rangerstaffel immer in der Nähe zu halten.
Für die Akzeptanz des Wolfes ist Aufklärungsarbeit und ein gut funktionierender Herdenschutz von grosser Bedeutung. Der Verein CHWOLF fördert gezielt die Herdenschutzmassnahmen auf diversen Schweizer Alpen. Im Rahmen von Projekten werden Alpen unterstützt, die in einem Wolfsgebiet liegen, gewillt sind wirksamen Herdenschutz einzuführen und zu betreiben. Es ist ein grosses Anliegen, positive Signale für das Zusammenleben von Mensch und Wolf zu setzen. Mit dem Ausbau und der konsequenten Umsetzung von Herdenschutzmassnahmen können die Zwischenfälle und damit die Negativ-Schlagzeilen reduziert werden. Der Wolf ist ein wichtiger Bestandteil der Biodiversität. Die Rückkehr des Wolfes in die Schweiz wird für das Ökosystem von grossem Vorteil sein.
Der Schutz der Berggorillas gehört zu den wenigen Erfolgsgeschichten des Artenschutzes der letzten Jahre. Der Bestand der Berggorillas war auf zirka 400 zurückgegangen, die Spezies stand kurz vor der Ausrottung. Dank dem grossen Einsatz der Ranger, welche unter Einsatz ihres Lebens die Berggorillas während Jahrzehnten bewacht und beschützt haben, ist es gelungen, die Population wieder zu verdoppeln. Dies zeigt deutlich, dass es möglich ist, auch im höchsten Grade gefährdete und bedrohte Tierarten zu retten, wenn sie rund um die Uhr bewacht werden.
Vom stark bedrohten Patagonischen Huemul Hirsch (Hippocamelus bisulcus) gibt es in Argentinien aktuell nur noch ca. 350 – 500 Tiere, weitere ca. 1000 in Chile. Der Huemul ist der weltweit südlichste Hirsch und die am stärksten bedrohte Tierart in Südamerika. Die Bedrohung der Huemuls sind sowohl andauernd als auch zahlreich. Der Mensch beeinflusst den Huemul direkt durch Jagd (Wilderei) und durch Eingriffe in seine Lebensräume. Auch Haushunde, Anfälligkeiten für Krankheiten und Parasiten von eingeschleppten Arten (v.a. Hausrinder und Schafe), machen dem Huemul zu schaffen. Sie haben sich in schwer zugängliche Teile der Anden zurückgezogen, wo sie in isolierten Gruppen leben und unter Mangelernährung leiden. Die DodoBahati Stiftung unterstützt dieses Projekt 2023 mit einem Beitrag für die Betriebskosten der Station, welche mit enorm viel Ausdauer und Herzblut zum Erhalt dieses vom Aussterben stark bedrohten Hirsches geführt wird.
Meeresschildkröten sind weltweit vom Aussterben bedroht. Nicht nur Meeresverschmutzung, kommerzielle Fischerei, denen sowohl Meeressäuger als auch Schildkröten zum Opfer fallen, sondern auch Wilderei der Schildkröten während der Legesaison sind eine grosse Bedrohung für das Überleben dieser Spezies. Auf Boa Vista, Kapverdische Inseln, beschützt die Turtle Foundation seit Jahren durch nächtliche Patrouillen die Meeresschildkröten, die von Juni bis September an den dortigen Stränden ihre Eier ablegen. Die DodoBahati Stiftung unterstützte mit eigens dafür angeschafften Hunden, Karetta und Kelo, zwei Labrador Retriever aus einer bekannten Arbeitslinie. Die Aufgabe der Hunde war es, die Strände nach Wilderern und ihren Spuren abzusuchen, Schildkrötenfleisch anzuzeigen, aber auch als Personensuchhunde Spuren zu verfolgen.
Waldelefanten im Virunga Nationalpark
Elefantenherde an einem Wasserloch
frei lebender Wolf in den Alpen
Herdenschutzhunde sind ideale Partner für den Schutz von Nutztieren
Berggorillas, die sanften Riesen unter den Menschenaffen
junger Berggorilla
Huemul Hirschkalb
Patagonien-Chile Huemul Hirsche
Meeresschildkröte bei der Eiablage
Hunde im Einsatz