2026 Eingeladen bei der Stiftung "Wald schafft Zukunft"
In diesem Jahr fand das Stiftungstreffen WsZ mit ihren Partnern in Dossenbach statt.
Sowohl der Förderverein der Dodobahati Stiftung e.V. als auch Dr. Marlene Zähner von der Stiftung Dodobahati in der Schweiz waren eingeladen.
Beim offiziellen Teil am Samstag, den 27.06. präsentierten die Stiftung und ihre Partner in Form einer Vortragsreihe ihre Projekte und Vorhaben in der relativ kühlen Sommerhalle. Es war ein interessantes Mix aus Bildungsprojekten in Sambia und Tierschutz, Bildung und Naturschutz in der DR Kongo. Aber auch der Waldumbau in Brandenburg, die Bildungs- und Naturschutzprojekte in Dossenbach sowie deren landwirtschaftliche Projekte wurden vorgestellt.
Uli Hälker vom Förderverein stellte Sinn und Zweck des Vereins und die Möglichkeit Spendenmbescheinigungen für Deutsche SpenderInnen auszustellen vor. WsZ ist eine solche Spenderin. Seit Jahren unterstützt sie die Bildungsprojekte der Dodobahati großzügig via Förderverein finanziell.
Die Besucher hörten gespannt zu als Dr Marlene Zähner von den Schutzerfolgen und Populationssteigerungen von Berggorillas, Waldelefanten und Löwen berichtete. Auch die Logik, dass Tierschutz in einem Virunga Nationalpark nur möglich ist wenn man gleichzeitig etwas für die Bevölkerung tut leuchtete jedem ein. Bildung, so Marlene Zähner sei ein Schlüssel zu positiver Entwicklung im Land.
Ein Höhepunkt der Veranstaltung war nicht nur der Vortrag von Dr Marlene Zähner. Sie hatte drei belgische Bluthunde dabei und es war für die Besucher beeindruckend eines dieser Tiere bei der Fährtensuche zu erleben. Eine Serviente mit Spuren des Fährtenlegers reichte aus, um den Hund auf die Fußspurensuch zu schicken. Ohne jede Abweichung folgte er den Spuren durch eine Wiese und fand den versteckten Fährtenleger nach etwa 250 Metern.
Die Veranstaltung war nicht nur informativ sondern voller kulinarischer Genüsse und eine Plattform kontakte zu Menschen zu knüpfen die sich für Bildung und Natur auf besondere Weise einsetzen.
Uli Hälker bei der Vorstellung des Fördervereins
Die Hunde durften mit in die kühle Veranstaltungshalle und wurden so vor der Hitze draußen geschützt
Anlegen des Suchgeschirrs
Jetzt gehts los
2026 Medizinische Versorgung ist an der Tagesordnung
Auch wenn wir hierüber nicht so gerne berichten, die Fälle von Verletzungen und körperlichen Beeinträchtigungen bei Kindern und Jugendlichen mehren sich. Unsere Kontaktpersonen und Hilfskräfte vor Ort organisieren die medizinische Hilfe. Jeder Fall liegt anders und es ist notwendig den Gradienten der jeweiligen Behinderung, bzw. den Krankheitsbefall seriös abzuschätzen, die Heilungschancen und Kosten hierfür abzuwägen und zu entscheiden. Keine einfache Aufgabe für die Stifterin Marlene Zähner. Doch nur so kommt es zu wirksamer Hilfe.
verkrüppelte Beine
mit Erfolg medizinisch operiert
verkrüppelter Arm
vorübergehende Lösung durch Gehhilfen
2026 Schutz der Elefanten
Nun ist es soweit. Nachdem im letzten Jahr 2 Piloten zu Tode gekommen sind übernahm die Stiftung die Kosten für die Ausbildung der beiden Ersatzpiloten. Nun stehen auch der Ultraleicht Helikopter und der von der Stiftung finanzierte Hangar bereit. Die ersten Aufnahmen von Elefanten sind unten angeheftet.
Emmanuel de Merode (links) und Anthony Caere
der ultraleichte Helikopter
Elefanten im Wasser
an der Uferböschung
2026 Tierschutz im Virunga Nationalpark
Schutz der Elefanten
Die grosse Elefantenherde im Zentrum des Park wird täglich von Anthony und seinem Ranger-Team mittels Luftüberwachung kontrolliert. Unter diesen, zu Piloten ausgebildeten Rangern befindet sich auch ein ehemaliger Conghound Ranger.
Bei den Kontrollflügen entdecken sie auch verletzte Elefanten, viele davon haben ihre Füsse in Schlingen. Die Folgen dieser Art von Wilderei sind dramatisch denn die Schlingen ziehen sich zusammen und die Füsse sterben nach einer Weile ab. Um den Elefanten zu helfen muss man rasch handeln und sie kurz betäuben. Das kann man fast nur aus der Luft, da man zu Fuss nicht genug nahe an die Elefanten rankommt, ohne die Ranger zu gefährden.
In einem der letzten Fälle dieser Art kamen sie zu spät. Zwei Elefanten waren gleichzeitig in ausgelegte Schlingen geraten. Doch im betroffenen Fuss eines der beiden Elefanten hatte sich bereits Gangrän, absterbendes Gewebe entwickelt. Bei dem anderen konnten sie den Fuss zwar retten, doch flüchtete das Tier noch unter Einfluss der Betäubung über einen Fluss. Damit war das Tier gefährdet und die Möglichkeit der Ranger ihm zu folgen verbaut.
Anthony möchte deshalb einen Ultraleicht Helikopter anschaffen, um die Elefanten schneller erreichen und behandeln zu können. Zudem ist die Manövrierfähigkeit eines so leichten Helikopters wesentlich höher, sodass die Hilfsaktionen sowohl für die Tiere als auch für die Ranger sicherer durchgeführt werden können.
Nun ist der Helikopter bereits finanziert, ebenfalls die Ausbildung der beiden Piloten (Anthony Caere und Emmanuel de Merode) und der neue Hangar (Flugzeughalle). Die beiden letzteren zu 100% durch unsere Stiftung.
Beobachtung der Elefanten vom Flugzeug aus
tägliche Luftüberwachung
im Ernstfall kommt vom Boden aus nicht schnell genug zur Hilfe
Elefantenkuh mit Nachwuchs
2025 Was erreichte die Stiftung im Virunga Nationalpark?
Flachland Gorillas
Die erfolgreiche Auswilderung von Flachland Gorilla Waisen in Tshiaberimu, Virunga war eines der Highlights in diesem Jahr.
Es handelte sich hierbei um vier weibliche Östliche Flachland Gorillas welche als Baby von Wilderern gerettet und von Menschen aufgezogen wurden. Für die Maßnahme wurde bewusst das Gebiet des Mount Tshiaberimu gewählt. Dort lebt eine von der übrigen Population isolierte kleine Population des Östlichen Flachland Gorillas. Diese Gruppe besteht nur aus acht Tieren und ist genetisch nicht überlebensfähig. Um sie zu retten und den Austausch von fremdem genetischen Material zu ermöglichen wurden die vier Weibchen nach vielen Jahren der Planung ausgewildert.
Die Name der Weibchen sind Isangi, Lulingu, Mapendo und Ndjingala.
Löwen in Virunga
Löwen sind während den letzten 10 Jahren vermehrt in den Virunga National Park zurückgekehrt. Es gibt jetzt 20 – 30 Löwen im Park. Dennoch, ihr Bestand ist bedroht. Die Art wird als gefährdet eingestuft.
Die Zerstörung des Lebensraums, Trophäenjagd, der Fehlglaube an Traditionelle Medizin in Asien und Afrika und Seuchen etc. sind die Hauptursachen dieser bedauerlichen Entwicklung.
Die Anwesenheit eines der Gebietsgröße angepassten Löwenbestands ist ein Zeichen für gesunden Wildbestand und intakte Natur. Die Raubkatzen können nur überleben und sich vermehren wenn der Bestand der Beutetiere gross genug ist.
Zu unserer Freude wurden im März 2025 drei Löwenbabies geboren.
Um die Löwen vor Wilderei zu schützen, werden einige Tiere mit einem GPS Halsband versehen. So können sie regelmässig kontrolliert werden. GPS Halsbänder sind teuer, so trifft es uns besonders wenn ein Tier sein Halsband verliert, so wie gerade geschehen.
Schule / Kinder / Behinderte
Wir zahlen die Schulgebühren für eine inzwischen sehr große Zahl von SchülerInnen aus den Flüchtlingslagern. Dazu kommt die Berufsausbildung. Oft sind dies Menschen, die aufgrund von Krankheit, Behinderung, sozialer Benachteiligung, Armut oder Traumata anfällig für Risiken durch Gewalt, Krisen und Krankheit sind. Diesen Vulnerablen fehlen die Mittel, um die Herausforderungen des Lebens selbst zu bewältigen. Und dann sind da noch die Waisen, einige davon sind stark behindert.
Die Betreuung wurde neu organisiert, weil nicht mehr gesichert war, dass das Geld in Gänze bei den Kindern ankommt. Jetzt ist eine neue Person zuständig und wird als direkter Kontakt zu den Kindern eingesetzt. Die Vulnerablen mussten wegen der Bedrohungen, die aufgrund der kriegerischen Auseinandersetzungen bestehen von Rumangabo nach Goma flüchten. All dies ist soweit erfolgreich. Es gelang sogar einen Vertrag zwischen der Stiftung und einem Spital zu schließen, so dass unsere Kinder und Jugendlichen rasch gute medizinische Betreuung erhalten.
Da dennoch einige Jugendliche wegen schlechter Hygiene, vor allem im Sanitärbereich krank sind, haben wir bessere Unterkünfte gesucht und gefunden. Die völlig unzureichenden Toiletten (ein Loch im Boden) der bisherigen Unterbringung waren natürlich für die Behinderten ein großes Problem. Auch Hilfsmittel wie neue Stöcke und Prothesen wurden inzwischen angepasst. Betroffen waren hievon auch zwei Beinamputierte. Man kann sich vorstellen was solche Maßnahmen für diese bedeutet.
Die Jugendlichen freuen sich über die Chance einer medizinischen Behandlung
Behandlung eines Jugendlichen im Spital
nach einer Infusion gehts dem Patienten nun besser
links eine der Schwestern des Hospitals
Anpassung einer Beinprothese
gesunde Nahrung und Hygiene sind wichtige Voraussetzung für die Gesundheitsvorsorge
bisherige Toiletten
aktuelle Toiletten
August 2024: Herdenschutzprojekt CHWolf
Ulrich Hasler berichtet über die 2-tägige Wolf und Herdenschutz Exkursion im Ringelspitzgebiet (GR) vom 24./25. August 2024 und die dabei entwickelten Erkenntnisse zum Thema Wildtiere.
September 2023: Artenschutz in Patagonien – der Huemul Hirsch
Vom Patagonischen Huemul Hirsch (Hippocamelus bisulcus) gibt es in Argentinien aktuell nur noch ca. 350 – 500 Tiere, weitere ca. 1000 in Chile. Wir unterstützen dieses Projekt des Schweizer Ehepaars Werner Flück und Jo Anne Smith-Flück 2023 mit einem Beitrag für die Betriebskosten der Station, welche mit enorm viel Ausdauer und Herzblut zum Erhalt des vom Aussterben stark bedrohten Hirsches geführt wird.
Mai 2022: Das Waisenhaus von Rumangabo bekommt eine neue Leitung. Wir bedanken uns von Herzen bei Passy Mahano für ihren unermüdlichen Einsatz und wünschen Charles Maniragaba viel Erfolg und Freude in seiner neuen Tätigkeit als Direktor.
Mai/Juni 2021: Notfall-Spendenaktion!
Ein Vulkanausbruch in Virunga zerstört die Häuser der Congohound Ranger David, Emmanuel und Alvine. Wasserversorgung und Elektrizität sind unterbrochen. DodoBahati ruft zu einer Spendenaktion auf, um den obdachlosen Rangern und ihren Familien so schnell wie möglich Nothilfe zu geben. Ihre Häuser müssen wieder aufgebaut, Trinkwasser und das Nötigste muss besorgt werden – helfen Sie mit!
Februar 2021: Zum Schutz der Tiere – im Einsatz für bedrohte Arten
Film von Inga Turczyn. Nächste Ausstrahlung im TV: ZDF, 27.02.2021, 17:35 Uhr
Seit 2020 unterstützt die DodoBahati Stiftung die Pygmäen aus der Region Bukima im Ostkongo. Sie gehören zu den ärmsten Bevölkerungsgruppen dort und besitzen nicht einmal das Notwendigste.
Ausserdem wurde zur Förderung von arbeitslosen Jugendlichen in Rumangabo die Vorraussetzungen für eine Schreiner- oder Schneiderlehre geschaffen. Hier können nun Dorfjugendliche, darunter auch Pygmäen, eine sechs Monate dauernde Berufslehre absolvieren. Die DodoBahati Stiftung übernimmt für diese Zeit die Kosten.